Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Rundlaufmesssystem mittels Lasertriangulationt

: EHR


Getriebewellen mit Steckverzahnungen, Kegelräder mit Hypoidverzahnungen und ähnliche Werkstücke können sich während der Herstellung verziehen. Daher ist eine Prüfung/Messung des Rundlaufs nötig. Gegebenenfalls muss das Werkstück nachgerichtet werden. Dazu muss das Maß der „Unrundheit“ und die Richtung ermittelt werden. Zur Ermittlung dieser Parameter hat die Fa. EHR GmbH ein optisches Messsystem entwickelt, das schnell und äußerst präzise ein automatisiertes Richten der Werkstücke ermöglicht.

Stand der bisherigen Technik zur Rundlaufermittlung ist ein taktiles „Messen“ der Zahnstrukturen, indem eine Kugel radial zwischen alle Zähne eingeführt und der zurückgelegte Weg mit einer Messuhr bestimmt wird. Dazu wird das Werkstück per Hand gedreht, die Kugel mit der anderen Hand eingeführt und die Messuhr via Auge abgelesen. Damit bei diesem subjektiven Vorgehen nicht übermäßig viele systematische Fehler gemacht werden, bedarf es einer geschulten Hand und einem guten Augenmaß.

Zur objektiven Messung der Rundlaufeigenschaften setzt EHR einen Lasertriangulations-Sensor ein, der die 3D-Struktur des Zahnbereichs digitalisiert (Bild 1). Die damit gemessene 3D-Punktewolke kann nun nach Kundenwunsch ausgewertet werden. Um eine Vergleichbarkeit zum taktilen Auskugeln herzustellen, werden nun rein rechnerisch, also digital, Kugeln zwischen die Zahnflanken gelegt (Bild 2). Gerade die Vergleichbarkeit beider Messmethoden ist besonders wichtig für die Akzeptanz der Kunden.

Ein weiterer Vorteil beim „digitalen Auskugeln“ ist das einfache Wechseln des Kugeldurchmessers: Durch einfaches Parametrieren können alle Kugeldurchmesser ausgewählt werden, die zwischen die Zähne passen. Durch diese Erhöhung der Zahl von Auswerteergebnissen wird eine Messunsicherheit von etwa 5µm erreicht, die unter der Messauflösung des Laserscanners liegt.

Nach welchen Aspekten nun ausgewertet und gerichtet werden soll, liegt im Ermessen des Kunden. Die Einen legen Wert auf die Ermittlung des höchsten Zahnes, damit z.B. ein Getriebe sehr leise läuft und die Anderen auf die Unwucht, ermittelt aus allen Zahnhöhen, damit das Getriebe wenig vibriert. Je nach Präferenz wird neben dem „Maß der Unwucht“ auch die Richtung oder der Drehwinkel ausgegeben, der angibt, in welcher Drehposition gerichtet (oder gedrückt) werden muss.

Bild 3 zeigt das Messergebnis der Rundheitsmessung eines Kegelrades. Die Abweichungen zum optimalen Kreis wurden mit einem Faktor versehen,
um den Rundlauffehler sichtbarer zu machen.


QR code

Special Automation aus der Cloud

cloud.JPG Immer mehr Teile der industriellen Automatisierung sollen in die Cloud verlegt werden. Nicht nur die in rapide steigenden Mengen generierten Daten, sondern neben Auswerte-, Überwachungs- und Kontrollmechanismen auch Steuerungs-, Regelungs- und sogar Safety-Algorithmen. Wozu eigentlich? Was lässt sich vernünftig in die Cloud verlegen? Was sollte man dabei beachten? Und was ist das überhaupt, die Cloud?
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2017/Automation/Ausgabe193/12700/web/Genesysplus_PR_.jpgNeue Maßstäbe auf dem Markt der Stromversorgungen
Industrie 4.0 und die damit einhergehende Vernetzung von Fabriken bringt auch den Markt für Laborstromversorgungen in Bewegung – es gilt nämlich auch hier, dafür die entsprechenden Produkte zu kreieren. Modular verwendbar in vielen Anwendungsszenarien, Plug & Play-Eigenschaften, kompakte Baugrößen, Skalierbarkeit und vieles mehr wünschen sich die Anwender. x-technik hat dazu bei Bernhard Kluschat, Business Development Manager bei TDK-Lambda Germany GmbH, die neuesten Entwicklungen abgefragt und brandneue Infos zur Laborstromversorgung der jüngsten Generation aus dem Hause TDK erhalten. Von Luzia Haunschmidt, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren