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Neu für die Anwendungsarchitektur: Smart GigE Kameras

: Phlox


Kombiniert man eine intelligente Kamera mit einer GigE Schnittstelle so kann dabei mehr entstehen als nur ein „zwei-in-eins-Gerät“. Das zeigt die PicSight Smart GigE von Leutron Vision. Sie bietet neben dem Funktionsumfang einer normalen GigE Vision kompatiblen Industriekamera zusätzlich integrierte Rechenleistung mit einem Echtzeit-Betriebssystem auf einem Nexperia Prozessor – mit weitreichenden Folgen für die Möglichkeiten der Gestaltung von Bildverarbeitungsanwendungen.

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Simplon Expolorer mit Camera Viewer (1), GeniCam Feature Browser (2), Info und API-Dokumentation (3), Standardausgabe und Userlog der Smart-Kamera (4), Projektgenerator (5) und Sourcecode-Generator (6).

Simplon Expolorer mit Camera Viewer (1), GeniCam Feature Browser (2), Info und...

Die PicSight Smart GigE sieht genauso aus wie eine PicSight GigE Kamera – auch die Auswahl an Sensoren und optischen Filtern ist identisch. Lediglich an der Aufschrift auf dem Typenschild ist der Unterschied von außen erkennbar. Und genau so einfach lässt sich die Kamera in GigE Vision kompatible Bildverarbeitungssoftware integrieren und benutzen.

Zusätzlich birgt das Maschinenauge jedoch einen 32 Bit RISC Prozessor unter seinem unscheinbaren Gehäuse. Der macht sie zu einer intelligenten Kamera. Mit ihr lassen sich auch autonom arbeitende Bildverarbeitungsanwendungen zu einem Preis realisieren, der nur wenig über dem einer normalen GigE-Kamera liegt.

Noch viel interessanter ist jedoch die Fülle von Möglichkeiten die sich aus der Kombination mit der GigE-Schnittstelle und der strikten Orientierung am GigEVision/GenICam Standard ergibt. Da sowohl die Kameraseite als auch die Host-Seite programmierbar sind, kann man nicht nur den Funktionsumfang der Kamera erweitern, es lassen sich auch Bildverarbeitungsaufgaben zwischen Kamera und Host-PC leicht verteilen. Die Kommunikation und Datenübertragung erfolgt dabei immer standardisiert über GigEVision.

Da sich die PicSight Smart GigE genau wie eine normale GigE-Kamera verhält, kann sie problemlos mit Halcon, MIL, LabView, VisionPro und Common Vision Blox und anderen Bibliotheken nutzen. Ein Wechsel von einer normalen GigE zum intelligenten Schwestermodell ist dank Standardisierung ebenfalls problemlos möglich.

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Drei verschiedene Architekturen mit einer Smart-GigE-Kamera: GigE, autonom, verteilte Bildverarbeitung.

Drei verschiedene Architekturen mit einer Smart-GigE-Kamera: GigE, autonom,...

Zusätzliche Kamera-Funktionen programmieren

Auf dem Prozessor der Smart-Kamera kann man nicht nur Bildverarbeitung durchführen. Mit wenig Programmieraufwand lässt sich der Funktionsumfang der PicSight Smart GigE vielseitig anpassen und erweitern. So kann die Kamera z. B. zusätzliche Steuerungsaufgaben – wie für eine Sequenzsteuerung, erweiterte Beleuchtungssteuerungen oder andere Hardware – übernehmen. Durch die Möglichkeit, für die Parametrisierung eigener Funktionen GenICam-Register zu nutzen, lässt sich die Steuerung dafür einfach über GigE Vision realisieren und steht direkt im Feature-Tree von GenICam/GigE Vision kompatiblen Anwendungen zur Verfügung. So können Funktionen kostengünstig und direkt auf der Kamera integriert werden, die sonst anderweitig gelöst werden müssten – und die Kamera bleibt trotz der Funktionserweiterungen GenICam-kompatibel. Einige Funktionen wie z. B. ein Lenscontroller zur Ansteuerung motorisierter Objektive gehören bereits zum Standardumfang der PicSight Smart GigE.

Die strikte Orientierung am GenICam/GigEVision Standard bringt nicht nur den Vorteil der Kompatibilität. Programmierer, die das GenAPI bereits kennen, bewegen sich in gewohntem Umfeld. Die, die noch nicht damit gearbeitet haben, investieren ihren Lernaufwand nicht in irgendein herstellerspezifisches API, sondern in einen weit verbreiteten und gut dokumentierten Standard.

Fazit

Die PicSight Smart GigE eröffnet Bildverarbeitern
neue Möglichkeiten für die Auslegung Ihres Bildverarbeitungssystems. Verarbeitungsaufgaben können sinnvoll zwischen Kamera und Host-PC verteilt werden. Zusätzliche Kamerafunktionen lassen sich leicht entwickeln und in GeniCam/GigEVision compatible Software integrieren. Umfangreiche Entwicklungswerkzeuge erleichtern das Arbeiten mit der Kamera.
Simplon Expolorer mit Camera Viewer (1), GeniCam Feature Browser (2), Info und API-Dokumentation (3), Standardausgabe und Userlog der Smart-Kamera (4), Projektgenerator (5) und Sourcecode-Generator (6).
Drei verschiedene Architekturen mit einer Smart-GigE-Kamera: GigE, autonom, verteilte Bildverarbeitung.
„Bildvorverarbeitung“ auf der Kamera wählt ein Bild aus - die Übertragung erfolgt über GigE Vision an den Host-PC.


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