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Im Fokus: Vernetzung von IT und Automation

: Deutsche Messe


MindSphere, Azure, AWS oder Axoom – Namen wie diese stehen für die digitale Transformation der Industrie und belegen, dass Vernetzung und Kollaboration die entscheidenden Voraussetzungen sind für neue Geschäftsmodelle im Zusammenspiel von IT und Industrie. Die HMI 2018 legt genau darauf ihren Fokus mit dem Leitthema „Integrated Industry – Connect & Collaborate“.

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In den Hallen der IAMD – Integrated Automation, Motion & Drives – sowie der Digital Factory zeigen Unternehmen, wie sie sich aktuell verändern und welche neuen Lösungen und Geschäftsmodelle durch die Verbindung von IT und integrierter Automation entstehen.

Um die Potenziale der digitalen Transformation in der Industrie zu erschließen, müssen Unternehmen umdenken und sich verändern. Das führt dazu, dass Automatisierer auch zu Softwareunternehmen oder Maschinenbauer zu Anbietern digitaler Produkte und Services werden. Dem VDMA liegen umfangreiche Daten vor, wie der Maschinenbau die Digitalisierung vorantreibt. In den Studien des Verbands lässt sich ablesen, wie Apps, Big Data Analytics oder digitale Plattformen in enormem Tempo an Bedeutung gewinnen. Rund 20 % der Unternehmen im Maschinenbau planen außerdem die Ausgliederung ihres Digitalgeschäfts in eigenen Tochterunternehmen.

Automatisierer und IT-Unternehmen kooperieren

Neben IT-Größen wie Microsoft, SAP, IBM oder Amazon Web Services, die mit ihren Plattformen und Werkzeugen die digitale Transformation in der Industrie unterstützen, haben sich auch Industrieunternehmen auf den Weg gemacht, um mit Tochtergesellschaften digitale Lösungen und Plattformen anzubieten. Dabei wird zunehmend deutlich, dass die neuen Ideen auf der Vernetzung und Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure basieren.

Der Schweizer Elektrokonzern ABB und der IT-Dienstleister IBM etwa entwickeln gemeinsam Industrieprodukte, die künstliche Intelligenz nutzen. Turck hat die Software des IoT-Spezialisten Beck IPC erworben und will damit seine Clouddienste vorantreiben. Das Ziel: eine Sensor-to-Cloud-Plattform
für alle Industriebereiche. Bosch und SAP machen ebenfalls gemeinsame Sache: Mit einer strategischen Partnerschaft für das Internet der Dinge und Industrie 4.0 wollen die Unternehmen ihre Zusammenarbeit bei Cloud-Technologien und Softwarelösungen ausbauen. Ein neues Geschäftsmodell bringen Festo und Huawei auf den Weg. Dabei geht es um Robotik als Dienstleistung, deren Grundlage die Datenübertragung in Echtzeit vom Roboter in die Cloud ist. Auch der Robotik-Spezialist Kuka gehört zweifellos zu den digitalen Vorreitern. Auf Basis der IoT-Plattform Connyun von Kuka werden die VINCI Energies ganzheitliche Industrie-4.0-Lösungen von der Konzeption bis zur Systemintegration realisieren. Dabei soll der wachsende Bedarf von Produktionsunternehmen nach datengetriebener Prozessoptimierung passgenau bedient werden. Eine enge Kooperation besteht schließlich zwischen der IFM-Gruppe und SAP. Diese umfasst sowohl den sicheren Datenaustausch zwischen Sensoren und der Cloud-Plattform von SAP sowie weitere Entwicklungsprojekte rund um die cloudbasierte Verwaltung großer Sensor- und Aktor-Netzwerke.

Offene Plattformen

Ein anderes Stichwort neben Vernetzung und Kollaboration ist Offenheit. MindSphere ist das cloudbasierte, offene IoT-Betriebssystem von Siemens. Und auch Axoom versteht sich als offene, digitale Geschäftsplattform, die entlang der Wertschöpfungskette im Rahmen von Industrie 4.0 die Zukunft der Produktion gestalten will. Im Mittelpunkt steht dabei die übergreifende Vernetzung von Maschinen, Software und Prozessen mit dem Menschen als entscheidendem Faktor.


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