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High-End im Palettieren

: ABB


Die Firma IN-LOG GmbH zählt zu den führenden Automatisierungsspezialisten in den Bereichen Produktions- und Fertigungsautomation in Österreich und liefert Komplettlösungen aus einer Hand. Durch das ideale Zusammenspiel einer selbst entwickelten Software und 6-Achs-Robotern von ABB wurde eine standardisierte Zelle entwickelt, die den „Next Level“ in der Palettiertechnik darstellt.

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Roboterautomatisierung und Palettiertechnik zählen zu den Kernkompetenzen von IN-LOG. Eingesetzt werden dabei Roboter von ABB.

Roboterautomatisierung und Palettiertechnik zählen zu den Kernkompetenzen von...

Autor: Ing. Norbert Novotny / x-technik

Roboterautomatisierung und Palettiertechnik zählen zu Kernkompetenzen des Wiener Unternehmens IN-LOG. Ungeachtet dessen, ob die jeweilige Anwendung sich in der Automobilindustrie, Elektroindustrie, Druckindustrie, Konsumgüter- oder Pharmaindustrie befindet, liefert das Unternehmen komplette Automatisierungslösungen. „2001 gegründet, konnte IN-LOG in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung verzeichnen und Jahr für Jahr seinen Umsatz kontinuierlich ausbauen“, freut sich Erich Wirthwein, Geschäftsführer der IN-LOG GmbH und fährt fort: „Heute betreuen wir Kunden auf fünf Kontinenten, die Tag für Tag auf unsere Produkte und Dienstleistungen vertrauen.“

Bei der Entwicklung von Anlagen verlässt IN-LOG auch ganz bewusst eingeschlagene Wege und erarbeitet neue, innovative Lösungsansätze. Dadurch sichert sich das Unternehmen immer wieder Alleinstellungsmerkmale und hebt sich vom Wettbewerb ab. Beispiel dafür ist der eigentlich unübliche Einsatz moderner 6-Achs-Roboter in der Palettiertechnologie. „Für Palettieraufgaben sind sechs Achsen nicht unbedingt erforderlich, da bei dieser Anwendung vor allem die erste Achse entscheidend ist. Als wir im Jahre 2004 bei einem Vergleich jedoch festgestellt haben, dass ein 6-Achs-Roboter von ABB in der ersten Achse genauso schnell war wie echte 4-Achs-Palettierroboter anderer Hersteller, war es aus unternehmensphilosophischen Gründen klar, sich für ABB zu entscheiden“, erinnert sich Wirthwein.

Seitdem werden bei sämtlichen Automatisierungsprojekten von IN-LOG Roboter von ABB eingesetzt, das Erich Wirthwein mit weiteren Argumenten begründet: „Wir
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Für das standardisierte Palettiersystem ist der IRB 6640 von ABB die ideale Roboterlösung.

Für das standardisierte Palettiersystem ist der IRB 6640 von ABB die ideale...

liefern unsere Lösungen in über 35 Länder. Da muss auch der Roboterhersteller über ein weltweites Servicenetzwerk verfügen, welches bei ABB ganz hervorragend funktioniert.“ Neben der hohen Produktqualität des Roboterherstellers nennt er auch noch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Experten der Wiener ABB-Niederlassung als Gründe, sich auf ABB festzulegen.

Palettierlösung als Standard

Um die Inbetriebnahmezeiten beim Kunden kurz zu halten, versucht man bei IN-LOG die Lösungen zu standardisieren. Daher wird beispielsweise bei Palettieraufgaben stets auf den Robotertyp IRB 6640 in zwei Variationen (Anm.: eine mit Armverlängerung) zurückgegriffen. „Aufgrund seiner hohen Handhabungskapazität von 235 kg entspricht er den Anforderungen für schwere Materialhandhabung“, hebt Ing. Harald Grauszer, Verkauf Partnerkunden Robotics bei ABB, als ideale Eigenschaft des Roboters hervor und ergänzt: „Da sich der IRB 6640 vollständig nach hinten neigen kann, entsteht zum einen ein deutlich vergrößerter Arbeitsbereich, andererseits eignet er sich dadurch auch für enge Fertigungsanlagen, wie es in der Praxis oft der Fall ist.“

Aufgrund des idealen Zusammenspiels des ABB-Roboters mit der neuen, von IN-LOG entwickelten Software MultiPack konnte nun eine standardisierte Zelle entwickelt werden, die den „Next Level“ in der Palettiertechnik darstellt. „Durch die Robotersteuerung IRC5 von
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Die Greifersysteme von IN-LOG werden am Wiener Standort produziert und stellen die Benchmark der Branche dar.

Die Greifersysteme von IN-LOG werden am Wiener Standort produziert und stellen...

ABB ist die Kommunikation mit anderen Systemen aufgrund der vielen verschiedenen Schnittstellen sehr einfach geworden“, meint Gerald Scholz, Leitung Software bei IN-LOG, der sich auch für die Entwicklung der neuen Software verantwortlich zeigt.

Ideale Stauraumkalkulation

„MultiPack ist das ideale Werkzeug für eine optimale Stauraumkalkulation bei der Beladung von Paletten“, erklärt Scholz. Die Softwarelösung berechnet und dokumentiert schnell logistikgerechte Staupläne. So kann das System unter anderem für Packstücke lagen- und nichtlagengebundene Anordnungen erzeugen. Zur Erhöhung der Stabilität werden verschiedene Lagenverbundvarianten angeboten. „Nach der Eingabe der Paket- und Palettenmaße erhält der Anwender ein Angebot an möglichen Packmustern, aus denen er einen Favoriten auswählen kann. Selbstverständlich berechnet das System die optimale Raumausnutzung jedes einzelnen Musters“, so der Softwareentwickler. Die PC-basierte Software hat bei der Palettierung nahezu uneingeschränkte Möglichkeiten. Selbst gemischte Paletten mit bis zu fünf verschiedenen Paketmaßen sind laut Scholz damit realisierbar.

Sogar für komplexe Verpackungsformen sind Optimierungsverfahren verfügbar. Darüber hinaus besteht die Option, Palettensicherungen darzustellen. Beispiele hierfür sind Zwischenlagen, Abdeckpaletten und -rahmen, Kantenschutzwinkel und Umreifungen. Für spezielle Anforderungen der Verpackungsentwicklung wurden MultiPack-Module konzipiert, mit denen der Anwender zwei- und dreistufige Analysen durchführen kann. Diese Module erleichtern die Optimierung der Primär-, Um- und Transportverpackung
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MultiPack ist das ideale Werkzeug für eine optimale Stauraumkalkulation bei der Beladung von Paletten.

MultiPack ist das ideale Werkzeug für eine optimale Stauraumkalkulation bei...

im Hinblick auf die einzelnen Palettengrößen. Hierbei können sowohl die Abmessungen als auch Stückzahl und Anordnung in der jeweils übergeordneten Verpackungseinheit optimiert werden. „Durch diese konsequente Abstimmung auf den Palettenstauraum können insbesondere bei der Entwicklung neuer Verpackungen erhebliche Kostensenkungspotentiale erschlossen werden“, weiß Gerald Scholz.

Einfache Bedienbarkeit als Prämisse

Die Gestaltung der Anlagenvisualisierung war für IN-LOG besonders wichtig. „Um dem Anwender eine einfache Bedienung zu ermöglichen, wurde sehr stark auf die Verwendung von Symbolen gesetzt“, erläutert der Leiter der Softwareabteilung. Beispielsweise können auch die vorgeschlagenen Packmuster bzw. Palettiervarianten händisch verändert werden. „Einzelne Pakete können sehr einfach verschoben, gedreht oder entfernt werden“, ist Gerald Scholz mit seiner eigenen Entwicklung zufrieden.

Die Software wurde so entwickelt, dass sie direkten Zugriff auf die Parameter des Roboters und der umliegenden Peripherie hat. Neben der Steuerung der gesamten Palettenzuführstrecke oder der Zuführgeschwindigkeit können auch einzelne Roboterparameter wie beispielsweise die Robotergeschwindigkeit in der Software direkt eingestellt werden. „Durch die vielen möglichen Schnittstellen der ABB-Robotersteuerung erhalten wir kontinuierlich Rückmeldungen der Roboter in das System und können so unser
Qualitätssicherungssystem mit maßgeblichen Informationen speisen“, ist Scholz von den Stärken von ABB überzeugt.

Benchmark der Palettiertechnik

IN-LOG hat in der Palettiertechnologie in den letzten Jahren enormes Know-how aufgebaut. Da ist es für den Geschäftsführer Erich Wirthwein nur logisch, auch die für das Palettieren elementaren Greifersysteme am Wiener Standort selbst zu entwickeln und zu produzieren. „Unsere Hochleistungssysteme wie unsere Polygreifer, Mehrfachgreifer- oder Greiferwechselsysteme palettieren täglich tausende von Tonnen und stellen technologisch die Benchmark der Branche dar“, zeigt sich Wirthwein stolz.

Auch in der Palettiertechnik macht der Wunsch nach mehr Automatisierung nicht Halt. Ausführende Unternehmen müssen sich mit Begriffen wie Spitzenpalettierung, homogener Palettenaufbau, automatisierte Verpackung und Etikettierung oder der Kommunikation mit fahrerlosen Transportsystemen (FTS) auseinandersetzen, um in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben. Am Ende bringt es Erich Wirthwein auf den Punkt: „Mit unseren standardisierten Palettierzellen decken wir einen großen Teil der industriellen Palettieraufgaben ab. Jedoch wird die jeweilige Roboterzellenkonfiguration je nach Leistung und Packstück individuell für den Kunden optimiert. Langfristige Partnerschaften wie die mit ABB bilden dabei das Fundament und stellen sicher, schlussendlich auch die neuen Anforderungen der Palettiertechnik zu meistern.“
Roboterautomatisierung und Palettiertechnik zählen zu den Kernkompetenzen von IN-LOG. Eingesetzt werden dabei Roboter von ABB.
Für das standardisierte Palettiersystem ist der IRB 6640 von ABB die ideale Roboterlösung.
Die Greifersysteme von IN-LOG werden am Wiener Standort produziert und stellen die Benchmark der Branche dar.
MultiPack ist das ideale Werkzeug für eine optimale Stauraumkalkulation bei der Beladung von Paletten.
Langfristige Partnerschaften wie die mit ABB bilden das Fundament und stellen sicher, schlussendlich auch die neuen Anforderungen der Palettiertechnik zu meistern. Erich Wirthwein, Geschäftsführer der IN-LOG GmbH
Durch die vielen möglichen Schnittstellen der ABB-Robotersteuerung IRC5 erhalten wir kontinuierlich Rückmeldungen der Roboter in das System und können so unser Qualitätssicherungssystem mit maßgeblichen Informationen speisen. Gerald Scholz, Leitung Software bei IN-LOG GmbH
Aufgrund seiner hohen Handhabungskapazität von 235 kg entspricht der IRB 6640 genau den Anforderungen für schwere Materialhandhabung. Da sich dieser Roboter vollständig nach hinten neigen kann, entsteht zum einen ein deutlich vergrößerter Arbeitsbereich, andererseits eignet er sich dadurch auch ideal für enge Fertigungsanlagen. Ing. Harald Grauszer, Verkauf Partnerkunden Robotics bei ABB



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