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Gut, besser, Meilensteinverdächtig – zenon 6.50

: Copa-Data


Mit Jänner 2010 startete COPA-DATA den offiziellen Verkauf der neuen Version seiner HMI/SCADA-Software zenon 6.50. Sie ist das Resultat von 22 Jahren Entwicklungsgeschichte und gebündeltem Know-how. x-technik hat sich dazu mit Markus Helbok, Senior Consultant im COPA-DATA Headquarter in Salzburg unterhalten ...

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Markus Helbok, Senior Consultant im COPA-DATA Headquarter in Salzburg.

Markus Helbok, Senior Consultant im COPA-DATA Headquarter in Salzburg.

Luzia Haunschmidt / x-technik im Gespräch mit
mit Markus Helbok, Senior Consultant bei COPA-DATA


Die neue Version zenon 6.50 setzt ihren Fokus auf durchdachtes Design. Wie verträgt sich dieser Fokus mit den heutigen Marktgegebenheiten, die doch eher Features für flexible Produktivität verlangt?

Durchdachtes Design und Produktivität vertragen sich nicht nur, sie sind vielmehr kaum zu trennen. Viel zu oft wird Design ausschließlich auf den optischen Faktor reduziert. Davon distanzieren wir uns. Wir entwickeln Software, die Menschen hilft, Komplexität zu beherrschen und die Vielzahl an Informationen und Interdependenzen möglichst überschaubar zu halten. Und das erfordert unter anderem auch gutes Design bzw. eine sorgfältig gestaltete Benutzerschnittstelle bzw. Funktionalität. Beispielsweise ermöglicht die Anlagenmodellierung, Anlageninformationen gemäß ihrer baulichen Struktur in zenon abzubilden, etwa nach Maschinen oder Anlagenabschnitten. Die damit gruppierte Information hilft dem Bediener, Zustände korrekt einzuschätzen und Anlagen fehlerfrei und produktiver zu bedienen.

Mit welchen weiteren neuen Features kann zenon 6.50 punkten?

Features wie die Anlagenmodellierung gemäß ISA Standard S95, .NET Programmierung, Erweiterungen in der zenon Benutzerverwaltung, die zentrale Einheitenumschaltung
und vieles mehr kommen den Anforderungen nach flexibler Produktivität und erhöhter Effizienz nach. Uns ist es wichtig, zu wissen, welchen Herausforderungen unsere Kunden in den verschiedenen Branchen bei der Projektumsetzung begegnen. Anforderungen von Kundenseite fließen deshalb in jede zenon-Version mit ein.

Laufende Kosten zu dezimieren ist ebenfalls ein „Produkt“ unserer wirtschaftlichen Situation. Inwiefern wurde diesem Aspekt Beachtung geschenkt?

Eine Intention von zenon ist es, vorhandene Ressourcen optimal auszunutzen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Mit dem zenon Energy Management System (EMS) können z. B. Lasten verschiedener Verbraucher prognostiziert werden, wonach sich bestimmte Geräte bei der Erreichung vordefinierter Lastspitzen automatisch abschalten oder, im umgekehrten Fall, bei nicht ausreichenden Kapazitäten, einschalten. Damit soll vermieden werden, dass manche Geräte ungenutzt bleiben oder zu lange Stillstandszeiten aufweisen, während andere wiederum auf maximaler Leistung fahren.

Ein anderes Beispiel sind die Projekt- und Treibersimulation in zenon. Mithilfe eines Simulationsmodus können Projekte getestet werden, bevor sie in Betrieb gehen. Mögliche Hindernisse oder Störanfälligkeiten können vorab bereinigt werden, ohne dass sie sich auf den Betrieb und somit auf die Kostenseite auswirken.
Die Kosteneinsparung beginnt genau genommen schon in der Projektierungsphase bzw. sogar davor. zenon ist eine objektorientierte, parametrierbare Software – der Umgang damit ist im Vergleich zu anderen Produkten rasch und einfach zu erlernen. Aufwändige Trainings und Nachschulungen können Sie sich sparen.

Auch die Kompatibilität von zenon lässt Kosten purzeln. Bestehende Projekte werden einfach weiter bzw. wieder verwendet. Der Ingenieur arbeitet in einem Editor und kann unterschiedliche Zielsystemversionen damit editieren. Unnötig laufende Kosten verstecken sich oft in der Komplexität einer Anlage. Viele Potenziale kann man erst dann ausschöpfen, wenn
man den Produktionsprozess als Ganzes betrachtet, analysiert und optimiert. Durch die Offenheit von zenon können verschiedene Anlagen und Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander vernetzt werden. Anwender können folglich mit geringem Investment herausfinden, in welchen Produktionsbereichen unnötige Stillstände auftreten oder Produktionsschwächen schlummern. In Kombination mit dem zenon Wartungsmanager und der zertifizierten SAP Schnittstelle wird zenon so zum zentralen Tool für Produktions- und Performance-Management.

Welche Vorteile ergeben sich nun für den projektierenden Techniker?

Die Vorteile lassen sich vor allem auf zwei zentrale Nutzen herunter brechen: Schnelligkeit und „Enablement“.

Schnelligkeit: Mithilfe der vielen grafischen Erweiterungen wie etwa freier Schablonenformen, freies Drehen, Schattendarstellungen, Transparenz, zentrale Farbpaletten, Live-Vorschau, Format übertragen (copy-paste) und der vollständigen Integration von WPF haben die Techniker nicht nur viel mehr Möglichkeiten zu projektieren, sondern sie projektieren in wesentlich kürzerer Zeit. Mit den neu angebotenen XAML-Dateien steht eine neue Generation von Anzeigenelementen bereit, die der projektierende Techniker nur noch mit der Logik in zenon verknüpfen muss. Um die Gestaltung kümmert sich der Designer bereits im Vorfeld, also klare Trennung von Design und Funktionalität.

Enablement: Aufgrund der einfachen Bedienung von zenon, kann nahezu jeder, auch schwierig anmutende Funktionalitäten einbauen. Ausfallsicherheit? – Ein Mausklick. Eine neue Maschine ankoppeln? – Plug and Play! Eine neue Detailinformation in ein laufendes System integrieren? – Vollautomatisch und im Hintergrund. Anlagenbetreiber können kontinuierliche Verbesserungen selbstständig vornehmen und müssen sich externes Know-how nicht teuer zukaufen.

Und mit welchen Arbeitserleichterungen können Designer nun rechnen?

Erneut: Stichwort „Enablement“. Durch das einfache Setzen von Parametern in zenon und die vielzähligen grafischen Erweiterungen können die Techniker den Großteil der Projektgestaltung selbst in die Hand nehmen. Und das auf sehr hohem Niveau, zur Freude der Designer. Durch zusätzlich implementierte Symbole in der zenon Symbolbibliothek stehen den Projekteuren viele branchenübliche Symbole zur Verfügung, die nur im Bild positioniert und mit den entsprechenden Funktionen verknüpft werden müssen. Auch für die Anpassung an das Corporate Design ist der projektierende Techniker mit den vorhandenen Tools optimal gerüstet, was den Arbeitsaufwand des Designers erheblich eindämmt.

Gibt es auch Verbesserungen hinsichtlich der Zusammenarbeit mehrerer Teams innerhalb eines Projektes?

Ja, z. B. die Neuerungen in der zenon Benutzerverwaltung. Je mehr Personen ein Projekt bedienen und je komplexer die Strukturen, umso wichtiger ist es, Berechtigungen genau zu definieren. Da spielt vor allem der Sicherheitsgedanke eine entscheidende Rolle. In früheren zenon Versionen wurden die Berechtigungen per Nummern vergeben und für jeden Benutzer eines Projektes wurden verschiedene Benutzerlevel individuell zugeteilt. Wenn in einem System mehr als ein Projekt vorhanden war, musste die Administration für jedes Projekt einzeln durchgeführt werden. In zenon Version 6.50 wird dieselbe Funktionalität für die Benutzerverwaltung weiter unterstützt, damit bisherige Projekte und Vorgehensweisen weiterhin ohne Anpassung verwendet werden können. Zusätzlich wurden Benutzergruppen implementiert (z.B. Bediener, Instandhalter, Manager), denen Berechtigungen noch detaillierter zugewiesen werden können.

Einen weiteren Vorteil bietet nun die Mehrprojektverwaltung, die unterschiedliche Lieferanten parallel an einem Gesamtsystem
arbeiten und darauf vertrauen lässt, dass einzelne Teilprojekte nahtlos zusammenarbeiten. Diese Arbeitsteilung hat sich beispielsweise in der Automobilindustrie bewährt.

Erhalten zenon-Nutzer automatisch die neue Version?

Nein, ein automatisches Upgrade zur Version 6.50 gibt es nicht. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zu wissen, dass zenon sowohl in Editor als auch in der Runtime über viele Versionen abwärts kompatibel ist. Damit hat der Anwender selbst die freie Wahl, wann er welchen Rechner und welche Runtime auf die aktuellere Version nachrüstet. Hard- und Software können damit schrittweise und Kosten sparend umgestellt werden. Damit lassen wir Anwendern die Freiheit, selbst Entscheidungen zu treffen und nicht von unseren Release-Zyklen abhängig zu sein.

Summa summarum, für welche Benutzergruppe stellt die neue Version in jeder Hinsicht einen Gewinn dar?

zenon 6.50 hat für jede Benutzergruppe entscheidende Vorteile. Der Maschinenbauer kann seine Maschinen mit einem Softwareprodukt liefern, das die Einhaltung internationaler Standards, schnelle Projektierung und hohe Benutzerfreundlichkeit garantiert. Der Systemintegrator bringt das System in kurzer Zeit zum Laufen, profitiert von der erhöhten Usability und den grafischen Erweiterungen. Auch der Schulungsleiter gewinnt: Dank Projekt- bzw. Treibersimulation können Abläufe wie in der Realität nachgestellt werden bevor es zur Inbetriebnahme kommt.
Am meisten profitieren die Bediener. Angefangen vom einfachen Login per ID-Kennung, über die vertraute Benutzeroberfläche bis hin zum freien, individuellen Filtern in der Chronologischen Ereignisliste oder in der Alarmliste: Datendarstellung, -aufbereitung, -auswertung, -archivierung war noch nie so einfach und maßgeschneidert! Und durch die in zenon integrierte Schnittstelle zu ERP-Systemen (z.B. SAP) und dem damit verbundenen bidirektionalen Datenaustausch zwischen Betriebs- und Werksebene lassen sich auch Management und Controlling von den zenon-Vorteilen
überzeugen.

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